Taten statt warten | 5-Inch | 1996 | 724384159221 | EU

Taten statt warten | 5-Inch | 1996 | 724384159221 | EU

Taten statt warten | 5-Inch | 1996 | 724384159221 | EU | FrontTaten statt warten | 5-Inch | 1996 | 724384159221 | EU | BackTaten statt warten | 5-Inch | 1996 | 724384159221 | EU | CD

EAN-Code

724384159221

Matrix

EMI 8415922 CDM01

Plattenfirma

Virgin Schallplatten GmbH

Cover-Box

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Booklet

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In der Hamburger Agentur Artist & Repertoire entstand die Idee, Kinder „für ihre Stars“ texten zu lassen. Die Agentur startete daraufhin eine Umfrage an Hamburger Schulen, um herauszufinden, ob ein solches Projekt überhaupt auf Interesse stoßen würde. Die meisten der 11 – 14 jährigen Kids und Teens waren begeistert von der Idee, für ihre Lieblingsband einmal selber Texte schreiben zu können und dabei selber die Themen und Inhalte, die sie besonders beschäftigen, zu bestimmen. Die Kids wünschten sich von den Künstlern, sich mit Themen wie Ausländerfeindlichkeit, Kriegen, Drogen, Eltern- und Schulproblemen und vor allem mit dem Thema Umweltverschmutzung auseinanderzusetzen.

Der Gedanke lag nahe, die Umweltorganisation Greenpeace mit ihrem Kinder- und Jugendprojekt „Greenteam“ für diese Idee zu begeistern. Die Greenteams sollten Texte schreiben über all das, was ihnen unter den Nägeln brennt und am Herzen liegt. Falls einer der Texte direkt für eine Lieblingsband bestimmt war, sollte das ebenfalls vermerkt werden.

Über 400 Briefe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz flatterten bei Gertrud Körbler, der Koordinatorin des Greenteam-Projektes auf den Tisch. Schon die Kostproben waren vielversprechend. „… Dieses Lied soll allen Dampf unter dem Hintern machen …“, „… wir haben uns gleich an die Arbeit gemacht. Die meisten Texte sind in langweiligen Geschichts-, Deutsch- oder Vertretungsstunden entstanden …“ und realistische Einschätzung der Möglichkeiten: „… Das mit der Lieblingsgruppe geht wohl nicht, das sind nämlich die Beatles …“ „… ich bin mit Sicherheit nicht Mozart …“

Eine Jury aus Greenteam-Kindern, Musikern und Musikerinnen, der Plattenfirma Virgin, Greenpeace und der Agentur Artist & Repertoire wählte 60 der besten Kindertexte aus. Die Interpreten suchten sich jeweils den Text aus, der sie zu einer Melodie inspirierte und übernahmen für die Greenteam-Texter eine Art Patenschaft. Die Kinder durften ihre Musiker und Bands besuchen, sich bei ihnen im Studio umschauen, an der Produktion mitwirken und manchmal sogar ein Stück Alltag miterleben.

Das Ergebnis dieses ungewöhnlichen und aufregenden Projektes ist die CD „Taten statt warten“, die pünktlich zum 25. Geburtstag von Greenpeace auf dem Markt erscheint. [Quelle: Booklet, Seite 3]

 

Viele Kinder wenden sich an Greenpeace, um hier Antworten und Hilfestellung zu bekommen: „Ich will nicht, daß die Erde kaputtgemacht wird. Was kann ich tun? Helft mir!“ In den Briefen zeigt sich, daß unsere Kids erstaunlich gut über den Zustand der Erde informiert sind. Was sie suchen, ist kein Kummerkasten, sondern Wege, selbst aktiv zu werden: „… und bitte berücksichtigen Sie, daß wir Kinder sind und nicht auf Schornsteine klettern können!“

Vor fünf Jahren ermutigte Greenpeace Kinder und Jugendliche dazu, kleine Gruppen ins Leben zu rufen – die Greenteams. Und die cleveren Aktionen der Kids zeigten rasch, daß man gar nicht unbedingt auf Schornsteine klettern muß, um auf sein Anliegen aufmerksam zu machen.

Müllberge, Abwässer in Flüssen und Meeren, Ozonlöcher, Wald- und Artensterben, radioaktive Verseuchung – solche Katastrophenmeldungen machen unseren Kindern Angst vor der Zukunft. Sie fragen sich, wie ihre Welt einmal aussehen soll, wenn die Zerstörung weiter so zügig voranschreitet. hinzu kommt, daß sich die täglichen Schreckensnachrichten zu einem unverständlichen und insgesamt bedrohlichen Bild zusammenballen, dem sie sich nicht gewachsen fühlen. Darüber hinaus leiden Kinder darunter, daß viele von uns Erwachsenen in ihrer Umgebung sie mit ihrem Gefühl nicht ernstnehmen. Im Greenteam können können sie gemeinsam mit Gleichaltrigen aktiv gegen ihre Angst angehen.

Motto:
Wenn viele Leute viele kleine Dinge tun, dann können sie das Gleichgewicht der Welt verändern.

Namensbeispiele:
Die Umweltwanzen, Biocopter 1, Die kleinen grünen Männchen, Die Milchzähne, Rotzlöffel & Co., Schnullis, Müllgeier, The Little Green Helpis, Abgasaffen oder Ökofritzen

Gruppenstärke:
Zwischen vier und 35 Mitglieder pro Gruppe, davon ca. ein Erwachsener als Berater (darf aber nicht selbstherrlich dazwischenfunken)

Greenteamanzahl:
Ca. 1500 (Ende 1995)

Alter:
Kinder zwischen 10 und 14 (manche sind drunter und drüber)

Lieblingstätigkeit:
In der Freizeit Umweltprobleme knacken

Lieblingsessen:
Grüne Gummibärchen, Ökopommes von freilaufenden Kartoffeln, stinknormale Käsebrote, Recycling-Würstchen (Würstchen werden wieder zu Würstchen)

Kennzeichen:
Aufmüpfig, phantasievoll, mutig, hartnäckig, selbstbewußt

Spezialität:
Unangenehme Fragen stellen (z. B. im Supermarkt: „Weshalb kaufen Sie chlorgebleichte Pampers? Die werden doch sowieso braun!“)
– Uneinsichtigen Politikern und Unternehmern auf die Füße treten
– Mal kleine, aber feine, mal große und spektakuläre Aktionen

Was sie nicht leiden können:
Doofe Dosen, Ozonlöcher, AKWs, Abfallberge, dicke Luft, grüne Punkte, rasende Autos und so weiter

Arbeitsweise:
Ähnlich wie Greenpeace: Problem ausspähen – Idee entwickeln – Problemverursacher ausfindig machen – Problem an die Öffentlichkeit bringen – Verhandlungen mit Verantwortlichen führen – nerven sägen – rotzfreche Aktionen. Dann: Problem entweder gelöst (Fete!) oder es geht weiter (auch Fete!)

Wer kann mitmachen:
Wer zusammen mit anderen eine Greenteam_Gruppe gründen will, sucht eine erwachsene Begleitperson und sagt Greenpeace in Hamburg Bescheid. Fertig. [Quelle: Booklet, Seite 26]

Tracklist

1-1 | Komm‘ doch zu uns | Udo Lindenberg | 4:00
1-2 | Mutter Erde | Wolf Maahn | 3:59
1-3 | Sag‘ nicht immer nur es war’n die Anderen | Jazzkantine | 4:33
1-4 | Alle Farben dieser Welt | Klaus Hoffmann | 3:25
1-5 | Ich hab‘ geträumt | Das Modul | 3:57
1-6 | Knud | Nena | 4:45
1-7 | Zuviel Kot | Fury in the Slaughterhouse | 3:00
1-8 | Als ich noch ein Kind war | Illegal 2001 | 4:37
1-9 | When The Last Tree… (Special Version English & French) | The Kelly Family | 3:40
1-10 | Sunnechünig | Patent Ochsner | 4:25
1-11 | Heile Welt | Lucilectric | 3:25
1-12 | Geld | Selig | 4:02
1-13 | Menschenkind | Veronika Fischer | 5:14
1-14 | Aquarium | Hubert von Goisern und der Leoganer Kinderchor | 4:00
1-15 | Wer bringt den mal den Müll runter | Ulla Meinecke | 3:50
1-16 | Die Havarie der Exxon Valdez | Achim Reichel | 4:53

Besetzung | Line Up

– Keine –

Texte

Komm‘ doch zu uns
Mutter Erde
Sag‘ nicht immer nur es war’n die Anderen
Alle Farben dieser Welt
Ich hab‘ geträumt
Knud
Zuviel Kot
Als ich noch ein Kind war
When The Last Tree… (Special Version English & French)
Sunnechünig
Heile Welt
Geld
Menschenkind
Aquarium
Wer bringt den mal den Müll runter
Die Havarie der Exxon Valdez

Anmerkungen | Sonstiges

Die Texte sind als Songbook erhältlich. [Quelle: Booklet, Seite 24]

Die Verpackung für diese CD besteht aus 100 % Recyclingpappe. Das Booklet besteht aus 100% Recyclingpapier. Beides hergestellt ohne Bleichen und Färben. Der Druck erfolgte unter Verwendung von Farben mit pflanzenbasierenden Bindemitteln und schwermetallfreien Pigmenten. Die CD wurde mit lösungsmittelfreiem Klarlack beschichtet. [Quelle: Booklet, Seite 25]

Seltenheitsgrad

– häufig zu finden

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