Matrix

hlp_matrix_cd hlp_matrix_lpEine Matrix besteht aus alphanumerischen Zeichen (gelegentlich auch andere Symbole). Sie befindet sich, gestempelt, handschriftlich oder als Kombination aus beidem, in der „Auslaufzone“ des Daten-Bereiches des Releases. Dies ist der nicht bespielte Bereich zwischen dem Ende des endgültigen Liedes auf einer Datensatz-Seite und des Labels (Vinyl) bzw. des durchsichtigen Bereiches um das Mittelloch (CD/DVD), oft auch als End-Fuge, Matrix-Bereich oder „dead wax“ bezeichnet.

Matrix-Codes sind für die interne Verwendung durch den Herstellungsbetrieb bestimmt. Da sie nützliche Informationen über die Releases enthalten können, werden sie aber auch durch Sammler studiert und dokumentiert. Es gibt zwei wesentliche Teile der Matrix, die zu berücksichtigen sind: der „main number“-Teil (in der Regel auch auf dem Etikett abgedruckt) und „extra information“-Teil, der Angaben zum Schnitt oder der Anzahl der Releases beinhalten kann. Die Matrix kann sich auf eines dieses Elemente beziehen oder alle von Ihnen kombinieren. Der Matrix-Bereich kann ebenfalls Werk-Codes oder Logos des aufzeichnenden Werkes, Initialen oder eine Signatur des schneidenden Ingenieurs sowie Schnitt- oder „copyright“-Daten enthalten.

Die Matrix-Nummer, darf nicht mit der Katalognummer verwechselt werden. Im Gegenteil zur Katalognummer, die für das ganze Release gleich ist, sind (z. B. bei Vinyls) die Matrix-Nummern auf jeder Seite unterschiedlich. Um eine Verwechslung mit der Katalognummer zu vermeiden, werden die Matrix-Codes manchmal seitenverkehrt (auf dem Kopf stehend) auf das Label gedruckt.

Der Zweck der „main number“ ist es, dem stamper eine Art Aktenzeichen zuzuweisen und um sicherzustellen, dass sich jede Seite auf korrekte Kennzeichnung bezieht, indem die auf dem Etikett gedruckte Nummer mit der eingeprägten Matrix verglichen werden kann. Der wichtigste Teil der „extra information“ ist normalerweise die Nummer des Schnitts, die eine Endung (Suffix) der „main number“ ist. Beispielsweise ist die „main number“ auf dem Etikett 12345, die „main number“ auf dem Tonträger lautet jedoch 12345‑3. Dies zeigt das es sich hierbei um den dritten Schnitt dieser Seite handelt. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, auf jeder Seite „Datensätze“ mit einer anderen Schnitt-Zahl zu finden.

Auf den meisten CDs finden sich durch Bindestriche getrennte Nummern z.B. 1-2-3. Diese Nummern beziehen sich, ausgehend vom Glasmaster, in der Reihenfolge auf den father (Vater), die mother (Mutter) und den stamper / son (Sohn). In dem eben genannten Beispiel 1-2-3 gibt die Zahlenkobination an, dass diese CD mit dem dritten Stamper von der zweiten Kopie (Mutter) der ersten Negativkopie (Vater) des Glasmasters hergestellt wurde. Die Erste Auflage und bestmögliche Qualiltät wäre in der Zahlenkombination 1-1-1 zu finden.

Glasmaster: Beim Glasmastering wird die Information mit einem Laserstrahl auf eine mit einer photoresistenten Schicht überzogene Glasscheibe übertragen. Das resultierende Glasmaster dient als Vorlage zur Herstellung der Pressmatrizen.

father (Vater): Da das Glasmaster aufgrund seiner hohen Zerbrechlichkeit als Pressmatrize nicht geeignet ist, wird eine Negativkopie angefertigt. Diese Kopie (so weit mir bekannt ist: aus Nickel), wird als Metal-Master oder „father“ (Vater) bezeichnet. Das Glasmatser wird bei der Herstellung des Metal-Master zerstört.

mother (Mutter): Mit dem father könnten bereits CDs gepresst werden. Um aber auf mehreren Maschinen gleichzeitig pressen zu können und um die bisher einzige Pressmatrize zu schonen, werden vom father nochmals bis zu 50 weitere Kopien angefertigt. Dazu wird durch Galvanisierung ein genaues Abbild des fathers hergestellt. Dieses Abbild wird als „mother“ (Mutter) bezeichnet.

stamper / son (Sohn): Da es sich bei der mother um eine Positivkopie des Glasmasters handelt, kann mit ihr nicht gepresst werden. Es muss von der mother nochmals ein Negativabbild geschaffen werden. Erst diese, auch als „son“ (Sohn) oder stamper bezeichnete Kopie kann als Matrize zum pressen der CDs genutzt werden. Der stamper erhält bereits das mittig gestanzte Zentrierloch. Der stamper kann, mit einer Lebensdauer von fünf oder mehr Jahren, für sämtliche Pressungen bzw. Nachpressungen verwendet werden.


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